26.10.2012 / Inland / Seite 5

Im Osten nichts Neues

Studie belegt: Menschen zwischen Rostock und Zwickau fühlen sich weiterhin als Deutsche zweiter Klasse. Zukunftsängste überwiegen Hoffnungen

Ralf Wurzbacher
Jeder zweite Ostdeutsche ab 18 Jahren ist mit seinem Leben alles in allem »zufrieden«, 37 Prozent sind es »teilweise«, und elf Prozent sind über ihre Lage wenig bis gar nicht erbaut. So steht es im »Sozialreport 2012«, den der ostdeutsche Wohlfahrtsverband Volkssolidarität am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. Der seit 1990 alljährlich vorgelegte Bericht ist so etwas wie das Stimmungsbarometer der Menschen zwischen Rostock und Zwickau. Dabei weist auch dessen neueste Auflage auf eine Reihe besorgniserregender Entwicklungen hin. Und einmal mehr zeigt sich: In den alten Bundesländern lebt es sich »besser«.

Der Sozialreport bildet die Ergebnisse der 23. Welle der Erhebung »Leben in den neuen Bundesländern« des Sozialwissenschaftliche Forschungszentrums Berlin-Brandenburg (SFZ) ab. In deren Rahmen wurden in diesem Jahr 900 Bürger aus Ostdeutschland und zwecks Ost-West-Vergleich 727 Bürger aus Niedersachsen befragt. Von letzteren bekundeten imm...

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