12.10.2012 / Inland / Seite 4

Neonazis schlagen zu

Immer mehr rechte Übergriffe in Berlin und Brandenburg. Offenbar wird »Feindliste« des »Nationalen Widerstands« abgearbeitet. Erneut Haus der Falken betroffen

Markus Bernhardt
Die Welle neofaschistischer Gewalt im Raum Berlin reißt nicht ab. Aktuell ermittelt der polizeiliche Staatsschutz bezüglich eines gegen ein Asylbewerberheim im brandenburgischen Waßmannsdorf bei Schönefeld gerichteten Anschlages, das in der Nacht zu Dienstag mit Farbbeuteln und Steinen attackiert worden war. Die Täter hatten zudem ein Hakenkreuz, die Parole »Rostock ist überall« sowie einen Hinweis auf die neofaschistische Internetplattform des »Nationalen Widerstandes Berlin« (NW Berlin) hinterlassen (jW berichtete).

Auch bei weiteren offenbar zeitgleich verübten Anschlägen wurden Parolen mit Bezug auf die neofaschistische Berliner Internetseite hinterlassen. So war im Berliner Bezirk Tegel ein Büro der Linkspartei mit Steinen angegriffen und beschmiert worden. Ähnlich erging es dem Büro des SPD-Bundestagsabgeordneten Sven Schulz in Spandau, das auch mit Naziparolen beschmiert wurde. Im brandenburgischen Zossen wurden außerdem ein Gedenkstei...

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