29.06.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Eine Bombe für Teheran

Niemand braucht sich um eine Atommacht Iran Sorgen zu machen. Bemerkenswerte Analyse aus einem US-amerikanischen Thinktank

Peter Strutynski
Während die Alarmrufe im Westen wegen einer möglichen atomaren Bewaffnung Irans nicht abreißen und sich der Westen, darunter insbesondere die USA und die Europäische Union, immer neue Sanktionen gegen Teheran einfallen läßt, kommen – sozusagen aus der Mitte des Empire – vereinzelte Stimmen, die den ganzen Hype um das iranische Atomprogramm für Humbug halten. In der renommierten US-Zeitschrift Foreign Affairs erscheint dieser Tage ein Aufsatz eines nicht minder renommierten leitenden Wissenschaftlers des Saltzman Institute of War and Peace Studies, Kenneth Waltz. USA Today hat eine gekürzte Fassung der dort entwickelten Gedanken vorab veröffentlicht: »Nuclear-armed Iran: Don’t worry about it« (USA Today, 22. Juni 2012). Die Hauptthese von Kenneth Waltz lautet: Vor Atomwaffen in den Händen der iranischen Mullahs müßte sich niemand fürchten; im Gegenteil, sie würden sogar zur Stabilisierung der Region beitragen. Diese Behauptung ist so kühn, daß sie selbstverständlich z...

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