09.09.2011 / Ausland / Seite 7

Bomben vom FBI

Bundespolizei provoziert »islamistischen Terrorismus«

Knut Mellenthin
Die Mehrheit der »islamistischen Terroristen«, die in den USA gefaßt werden, sind mittlerweile Opfer von Provokationen der Polizei, sogenannten Sting Operations. Am Mittwoch wurde in Manhattan ein haitianischer Einwanderer zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er im Mai 2009 an einem von der Bundespolizei FBI inszenierten Bombenanschlag beteiligt war. Drei Mitangeklagte hatten schon im Juni die gleiche Strafe erhalten. Das Urteil gegen den Haitianer war gesondert gesprochen worden, weil der nach Angaben seiner Anwälte paranoid-schizophrene Mann zuvor noch auf seine Schuldfähigkeit untersucht wurde. Bei der Plazierung zweier vom FBI gelieferter falscher Bomben vor einer Synagoge und einem jüdischen Gemeindezentrum in der Bronx hatte der 29jährige Laguerre Payen lediglich als Aufpasser fungiert.

Der Hauptangeklagte, ein Krimineller afghanischer Abstammung mit einem langen Vorstrafenregister, war im April 2008 von einem ...

Artikel-Länge: 2929 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe