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Nachschlag: Falsche Spur

Vigil | Do., 21.50 Uhr, Arte

Ein britischer U-Boot-Thriller, bei dem den Zuschauern gleich aus dem Vorspann Russlands Präsident Wladimir Putin entgegenlacht – das lässt übelste Kriegspropaganda erwarten. Doch so einfach gestrickt ist die Story um eine Kommissarin nicht, die während einer Patrouillenfahrt unter Wasser einen Todesfall ermitteln soll, zu dem bald an Land ein weiterer Mord an einer Friedensaktivistin hinzukommt. Im Gegenteil deuten früh Randbemerkungen wie die, dass Giftanschläge eben eine Spezialität des Geheimdienstes Ihrer Majestät sind, darauf hin, dass die Serie »Vigil« am Ende mit einer unerwarteten Pointe aufwarten könnte und die »russische Spur« nur eine Täuschung ist. Die »Anschläge« auf die Skripals und Alexej Nawalny lassen grüßen! Zwar ist das streckenweise etwas hölzern gedreht und nicht immer glaubhaft. Doch der Sechsteiler mahnt unüberhörbar: Atom-U-Boote sind eine beständige Gefährdung des Friedens. Es ist Wahnsinn, diese tickenden Zeitbomben weiter die Meere kreuzen zu lassen.(jt)

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