Zum Inhalt der Seite
  • 08.07.2017, 12:07:16

Durchsuchung des Internationalen Zentrums

no image

Laut Legal Team hat die Polizei am Samstag um 11 Uhr im Internationalen Zentrum B5 in Hamburg-St.Pauli in der Brigittenstraße, wo die jW-Reporter in dieser Woche immer herzlich willkommen waren und das jW-Videoteam auch arbeiten durfte, eine Durchsuchung durchgeführt. Über die Folgen dieser Polizeimaßnahme ist noch nichts bekannt.

Gegen Mittag äußerte sich Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer im NDR zur Razzia auf St. Pauli. Es gäbe »Hinweise darauf, dass an bestimmten Stellen schwere Straftaten vorbereitet werden«. Daher würden derzeit mehrere »gefahrenabwehrende Durchsuchungen« durchgeführt.

Anzeige

Laut Hamburger Abendblatt haben die Beamten einer niedersächsischen Sondereinheit der Bereitschaftspolizei Türen und auch Fenster des internationalen Zentrums aufgebrochen. Widerstand sei nicht geleistet worden. Auch Bombenentschärfer der Staatsschutzabteilung seien an dem Einsatz beteiligt gewesen.

Der Ermittlungsausschuss/Legal Team ist erreichbar unter der Nummer: +49(0)40 432 78 778
Diese Nummer ist kein Infotelefon.

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 08.07.2017,

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Pressefreiheit schützen, Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat im Juli 2024 in der ersten Instanz entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden. Seit vielen Monaten warten Verlag und Redaktion inzwischen auf eine Entscheidung des Gerichtes, ob eine Revision möglich oder gleich ein Gang vor das oberste Gericht nötig ist.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!