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11.04.2013, 16:11:40 / Entscheidung in Venezuela

Caracas erwartet »rote Flut«

Von André Scheer, Caracas

Nicht weniger als drei Millionen Menschen erwartet Nicolás Maduro zur großen Abschlußkundgebung seines Wahlkampfes. Die Anhänger des Nachfolgers des am 5. März verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez wollen sieben große Avenidas im Zentrum der Hauptstadt Caracas füllen.

Die Kundgebung ist der Höhepunkt einer Tournee, die Maduro in zehn Tagen durch alle Bundesstaaten Venezuelas geführt hat. Bereits in den Hauptstädten der Bundesstaaten kam es dabei immer wieder zu Großdemonstrationen von Hunderttausenden Menschen. So bejubelten am Mittwoch allein in Barquisimeto 500.000 Chavistas den Auftritt Maduros.

Drei Auftritte an einem Tag waren für diesen in den zehn Tagen keine Seltenheit. Nach seinen meist etwa zwei Stunden langen Reden eilte er dann zum Flugzeug, um zum nächsten Kundgebungsort zu gelangen. »Ich würde lieber mit dem Bus fahren, aber das geht einfach nicht«, entschuldigte sich der einstige Busfahrer und Gewerkschafter dafür.

Begleitet wurde Maduro von zahlreichen Künstlern, die seine Reden kulturell umrahmten. Auch eine der Töchter von Hugo Chávez, María Gabriela, war oft zu Gast, vermied jedoch eigene Redebeiträge.

Für die heutigen »Marea Roja« (rote Flut) im Zentrum von Caracas, die um 14 Uhr Ortszeit beginnen soll, hat sich auch Argentiniens einstige Fußball-Legende Diego Armando Maradona angesagt.

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