Dannenberg. Greenpeace-Experten messen seit 10:23 Uhr am Verladebahnhof in Dannenberg die Neutronen- und Gammastrahlung am Castortransport. Wie die unabhängige Umweltorganisation meldet, zeigen die Messungen nach den ersten drei Behältern auch bei diesem Transport eine deutlich erhöhte Dosisleistung. Selbst in einer Entfernung von etwa 14 Metern konnte Greenpeace 4,8 Mikrosievert pro Stunde nachweisen; über 480 mal mehr als die wenige Stunden zuvor am gleichen Ort gemessene Hintergrundstrahlung durch Neutronen. Die Gammastrahlung beträgt 2,3 Mikrosievert pro Stunde. Zwar liegt die Strahlung damit vermutlich innerhalb der Grenzwerte. Die Bewertung der Schädlichkeit von Neutronenstrahlung ist in der Wissenschaft allerdings umstritten.
Nach Einschätzung von Greenpeace-Experten sind Grafiken der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, die den Einsatzkräften als Datengrundlage für die Strahlenbelastungskurve zur Verfügung stehen, bewußt verharmlosend. »Die Polizei wird von den Behörden bewußt getäuscht«, so Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace.
(jW)
Erschienen am 08.11.2010,
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