Lateinamerika steht seit jeher im Visier des US-Imperialismus – und mit jeder neuen Regierung, die auch nur ansatzweise progressiv oder links daherkommt, wird alles in Bewegung gesetzt, das zu ändern.
Eigener Weg: Die Entwicklungsbank der BRICS-Staaten erhöht die Unabhängigkeit der Mitglieder auch im Finanzsektor. Das zieht weitere Mitglieder an - so bemüht sich etwa Argentinien um einen Beitritt.
In Ecuador sorgt der bandenmäßige Drogenhandel für immer mehr Gewalt und Tote. Die regierende Rechte bekämpft das Problem mit Law-and-Order-Politik, die Linke will dagegen Sozialprogramme wieder stärken.
Inspiriert von Chávez: In der venezolanischen Hauptstadt Caracas nehmen Frauen das Bauen selbst in die Hand. Dabei gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Institutionen und der Volksmacht.
In Kolumbien intensiviert die Rechte knapp ein Jahr nach der Amtseinführung von Gustavo Petro ihre Angriffe auf die linke Regierung. Es mehren sich Warnungen vor einem »sanftem Putsch«.
Die Lage um Haiti spitzt sich weiter zu: Washington hat das Regionalbündnis Caricom von seinem Plan einer militärischen »Unterstützung« überzeugt. Dabei wird eine vermeintlich schwache Polizei als Vorwand genommen.
Nach einer Abkühlung in den 90ern durch die prowestliche Ausrichtung Gorbatschows und Jelzins strebt Moskau wieder eine enge Kooperation mit Kuba an. Die westlichen Sanktionen gegen beide Staaten schweißen sie zusammen.
Armut und kein Abschluss: Der informelle Sektor ist in Guatemala besonders ausgeprägt. Betroffen sind auch viele Kinder, die mit dieser Arbeit ihre Familien unterstützen müssen.
Die Abholzung ist in Brasilien unter Lula leicht zurückgegangen – jedoch nur bei der illegalen Rodung. Auch ist die Zukunft der bislang unbestimmten Gebiete, in denen teils unkontaktierte Völker leben, ungewiss.