17.04.2019 / Feuilleton / Seite 14

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

Wie wirklich ist die ­Wirklichkeit?

Gute Frage, seit Plato ungefähr – und natürlich seit wir die Matrix vermuten, die uns alles nur vorgaukelt. Die Ausgangsfrage lautet immer, ob sich der Mensch die Wirklichkeit selbst schafft. Eine Antwort darauf soll auf einer Reise zu Wissenschaftlern gefunden werden, die sich mit Neurobiologie und Quantenphysik beschäftigen. Ganz unterschiedliche Forschungen haben Mechanismen entdeckt, die das bisherig gültige Weltbild der Menschen in Frage stellen, die aber auch ganz neue Chancen zum Verständnis der Welt bieten. A 2016.

3sat, 21.05 Uhr

Eselshaut

Ein Märchenfilm, wie schön. Und beklemmend realistisch, wenn wir an moderne Missbrauchsdebatten denken. Nach dem Tod der Königin hält der König nur eine einzige Frau für würdig, seine neue Gemahlin zu werden: die eigene Tochter. Doch die hört auf den Rat der Fee und flieht. Um unerkannt zu bleiben, versteckt sie sich unter einer Eselshaut und arbeitet als Magd in einem Dorf, wo sie aus mangelnder Attraktivität zum Gespött der Leute wird. Ein junger Prinz macht sich auf die Suche nach ihr. F 1970. Mit Catherine Deneuve und Jean Marais. Regie: Jacques Demy.

Arte, 21.55 Uhr

Betrügen leicht gemacht

Wie EU-Gelder in Osteuropa versickern

In Südosteuropa ist die EU sichtbar: kaum eine Brücke, Straße, Schule ohne eine blaue Flagge mit gelben Sternen. Mit Milliardenbeträgen fördert die EU. Das meiste Geld fließt in die Landwirtschaft, in Strukturaufbau, Sozial- und Bildungsprojekte. Doch Regierende wie Andrej Babis, Viktor Orbán und Liviu Dragnea nutzen die Fördermittel auch, um ihre Macht auszubauen und gleichzeitig Kampagnen gegen die EU zu fahren. Die Methode ist alt, bleibt aber fragwürdig – und zeitweise erfolgreich. Zeitweise: Denn irgendwann müssen sich auch die Demagogen entscheiden, wo die Reise hingehen soll.

ZDF, 22.45 Uhr

Weltspiegel extra

Duell: Wer regiert die Ukraine?

Die Antwort auf die Frage im Titel wissen wir letztlich erst am Sonntag nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in der Ukraine. Trotzdem spannend – und wie immer, wenn es im weitesten Sinne um Russland geht, gilt: Die Bilder werden schon stimmen. Und fest steht: Der Fernsehkomiker Wolodimir Selenskij scheint sich seines Sieges sicher zu sein. Amtsinhaber Petro Poroschenko lässt er einfach abblitzen bzw. zu Frau Merkel reisen.

Das Erste, 22.45 Uhr

https://www.jungewelt.de/artikel/353214.vorschlag.html