10.09.2018 / Feuilleton / Seite 14

Nachschlag: Hoffen auf Bewegung

Das Forum | So., 11.04 Uhr, RBB-Inforadio

In der Diskussion erörterten Sahra Wagenknecht und Juso-Chef Kevin Kühnert, unter welchen Bedingungen die von der Vorsitzenden der Linksfraktion gestartete Sammlungsbewegung ein Erfolg werden kann. Freitag-Herausgeber Jakob Augstein lobte die Initiative als »hochmoralische« Alternative zu den in ihren Funktionärsstrukturen »festgefahrenen« Parteien. Kühnert meinte, Wagenknecht und Oskar Lafontaine an der Spitze der Bewegung, das sei so glaubwürdig, als würde SPD-Vize Olaf Scholz eine solche ins Leben rufen. Ein seltsamer Vergleich, denn in Regierungsverantwortung war Wagenknecht nie. Und Lafontaine war, weil er die Politik des damaligen »rot-grünen« Kabinetts nicht mehr mittragen wollte, 1999 nach nur vier Monaten im Amt als Bundesfinanzminister zurückgetreten. Wagenknecht wies den Vorwurf, sie wolle Die Linke spalten, als »billig« zurück: Wäre das ihr Ziel, würde sie keine Bewegung, sondern eine neue Partei gründen. (jf)

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