Zum Inhalt der Seite

Friedenskonferenz: Afghanistan-Tagung in Aachen

Der Aachener Friedenspreis e.V. und die Kooperation für den Frieden laden für Freitag und Samstag zur Strategiekonferenz »Afghanistan – kein Ausweg aus der militärischen Sackgasse?« ein. Die Militärinterven­tion, getragen vor allem von der NATO, könne die propagierten Ziele Stabilität, Demokratie und Aufbau des Landes nicht herbeiführen, so die Veranstalter. Notwendig würden deshalb ein »konkreter, zeitlich klar terminierter Abzugsplan« für die Besatzungstruppen und eine »Exit-Strategie«, die regionalen und landesweiten Waffenstillstand und Verhandlungen zur zivilen Konfliktbearbeitung einschließen muß, »unter Einbeziehung aller relevanten internationalen wie auch innerafghanischen Akteure, die involviert sind«. Damit dürften auch die »Taliban« gemeint sein, wenn auch nicht explizit genannt.

Als Referent in Aachen ist unter anderem der Afghanistan-Experte Christoph Hörstel angekündigt. Er macht sich in seinem aktuellen Buch »Sprengsatz Afghanistan. Die Bundeswehr in tödlicher Mission« für entsprechende Gespräche mit allen Widerstandsgruppen stark und hat einen detaillierten Vorschlag für eine Friedenslösung ausgearbeitet.

Weitere Referenten: Jürgen Rose (Diplom-Pädagoge, Oberstleutnant der Bundeswehr, der die logistische Mitarbeit für Tornado-Einsätze verweigerte), Katja Maurer (Medico International, Projektarbeit in Afghanistan), Herbert Sahlmann (ehemaliger Entwicklungsbeauftragter des Bundesministeriums für Zusammenarbeit für die Ostprovinzen Afghanistans), Andreas Zumach (Publizist) und Andreas Buro (Friedensforscher).


Neben einem »Austausch im Plenum« bietet die Strategiekonferenz der Friedenskooperation auch »Murmelgruppen« für die Diskussion im kleinen Kreis an. Der Kostenbeitrag für die Tagung liegt bei 25Euro (inklusive Mittagessen).

Afghanistan-Konferenz der Friedensbewegung am 18./19. Januar im Ludwig-Forum in Aachen (Jülicher Straße 97-109)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2008, Seite 3, Schwerpunkt

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!