-
02.01.2008
- → Antifaschismus
Butterwegge: NPD professionalisiert
Frankfurt/Main. Der Politologe Christoph Butterwegge rechnet mit einer dauerhaften Präsenz von rechtsextremen Abgeordneten in deutschen Parlamenten. Trotz Zerwürfnissen und Inkompetenz in den Fraktionen gebe es vor allem bei der NPD »eine spürbare Professionalisierung der Parlamentsarbeit«, sagte er gegenüber AP. »Ein neuer Verbotsantrag macht nur Sinn, wenn erstens ausgeschlossen ist, daß V-Männer die NPD-Politik beeinflussen, und zweitens die ihr zugrunde liegenden Ideologien – Rassismus, Nationalismus und Sozialdarwinismus – mit derselben Härte bekämpft werden wie die Partei«, betonte Butterwegge. In Ostdeutschland hat es die NPD laut Butterwegge bereits geschafft, sich besonders in kleinen und mittleren Städten fest zu etablieren. Der soziale Klimawandel, für den Hartz IV stehe, habe die Wirkungsmöglichkeiten für Rechtsextremisten enorm verbessert. Allerdings sei Rechtsextremismus im Westen »auf der Einstellungsebene« gleichfalls vorhanden.
(AP/jW)
(AP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Antifaschismus