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Rio: Polizeigewalt in Elendsvierteln

Rio de Janeiro. In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro wurden seit Jahresanfang 652 Menschen von der Polizei erschossen, der überwiegende Teil in den Elendsvierteln der Stadt. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Statistik des Instituts für öffentliche Sicherheit hervor. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg von 25 Prozent, damals waren im gleichen Zeitraum 520 Menschen getötet worden. In der vergangenen Woche hatten brasilianische Sozialverbände in einem offenen Brief die Polizeigewalt kritisiert, die sich ausschließlich gegen die Armen richte. Sie verurteilten zugleich die »systematische Auslöschung der Jugendlichen in den Favelas im Namen der Sicherheitspolitik«. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.07.2007, Seite 6, Ausland

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