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Michael Rudolf gestorben

Der seit Anfang Februar vermißte Schriftsteller Michael Rudolf ist tot. Seine Leiche wurde am Montag in einem Wald bei Greiz von einer Pilzsammlerin entdeckt. Das ist eine sehr traurige Angelegenheit: Im Alter von 45 Jahren hat einer unserer Lieblingsautoren Selbstmord begangen. Seine tollen Texte richteten sich stets »gegen das Arschgeigentum samt Gefolgschaft, jetzt und übermorgen«, hieß es einmal in dieser Zeitung. Nach dem Mauerfall gründete er den Verlag »Weißer Stein«, schrieb in der Titanic die »Briefe aus den Kolonien«, den sogenannten fünf neuen Ländern, in der jungen Welt lud er unter anderem in den »Krug zum grünen Kranze«, als sich die Zeitung in zwei Zeitungen aufspaltete. Er veröffentlichte mehrere Standardwerke der Bier- und Rock’n’ Roll-Forschung. Sein letztes, wiederum sehr empfehlenswertes Buch »Atmo. Bingo. Credo« erschien nach seinem Verschwinden im Frühjahr bei der Edition Tiamat, Berlin. Ein ausführlicher Nachruf folgt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.07.2007, Seite 12, Feuilleton

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