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Ludwigland

Vor zwei Jahren hatte das Musical »Ludwig hoch zwei« im Füssener Festspielhaus Premiere, das ja zur Huldigung Ludwigs II. erbaut wurde. »Von hier blickt man direkt auf Schloß Neuschwanstein und auch die anderen Schlösser des legendären Monarchen sind nicht weit«, hieß es in der Werbung. »Das neue Musical soll die Region zum ›Ludwigland‹ machen. Das wünscht sich der Produzent Gerd Fischer«. Und das sei schließlich nicht irgendwer: »Gerd Fischer ist einer, der klotzt und nicht kleckert«. Zwar sagte der Hollywood-Star Geraldine Chaplin dann in letzter Minute ab. Die Erwartung, daß »die Ludwig-Fans zu Tausenden nach Füssen kommen« aber hatte Bestand. Sie fußte auch darauf, daß Konstantin Wecker die Musik mitkomponiert hatte. Gestern nun teilte Michael Mansfeld mit: Das Haus bleibt bis auf weiteres geschlossen. Der Rechtsanwalt ist im Auftrag der Gesellschafter des Theaters vom Gericht zum Geschäftsführer gemacht worden. »Die Kassen sind leer«, erklärte er. 70 Mitarbeiter könnten nicht mehr bezahlt werden. Alle Verträge lägen auf Eis. Im Jahr 2006 habe die Auslastung zwischen 30 bis 50 Prozent geschwankt. Auf jede Eintrittskarte habe das Haus etwa 40 Euro draufzahlen müssen, um kostendeckend zu arbeiten.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2007, Seite 12, Feuilleton

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