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Einfuhrstopp für EU-Fleisch?

Moskau/Brüssel. Rußland hat am Freitag erneut mit einem Einfuhrstopp für Fleischprodukte aus der EU gedroht. Nur sechs Wochen nach einer in Berlin unterzeichneten Vereinbarung über die Fortsetzung des Handels forderte die russische Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit von der EU neue Sicherheitsgarantien. Wenn die EU-Staaten nicht bis Ende März Dokumente über die Überwachung ihrer Exporte vorlegten, werde ein Einfuhrstopp verhängt.

Die russische Lebensmittelaufsicht begründete ihre Drohung damit, daß aus der EU mehrere Fisch- und Fleischlieferungen eingetroffen seien, die die russischen Hygienestandards nicht erfüllten. In ihrer Presseerklärung wurden mehrere Fälle aus dem Jahr 2006 aufgelistet. Aber auch in diesem Jahr seien trotz russischer Warnungen einige Produkte geliefert worden, die nicht in Ordnung seien. So zweifelt Moskau seit geraumer Zeit an den Hygienestandards in den neuen EU-Staaten Bulgarien und Rumänien. Bereits Ende 2005 hatte Rußland ein Einfuhrstopp für landwirtschaftliche Produkte aus Polen verhängt, das trotz zahlreicher Vermittlungsbemühen der EU-Kommission fortbesteht.
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(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.03.2007, Seite 9, Kapital & Arbeit

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