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1882, 2. Januar: Mit der Gründung des Standard Oil Trusts, einem Zusammenschluß von 40 Ölgesellschaften, baut der Industriemagnat John D. Rockefeller (1839–1937) seine marktbeherrschende Stellung aus. Mit zweifelhaften Methoden zwingt er konkurrierende Firmen zur Aufgabe und kontrolliert fortan den gesamten amerikanischen Erdölmarkt. Erst die Antimonopolkampagne von US-Präsident Theodore Roosevelt (1901–1909) führt zur Auflösung seines Trusts.

1907, 6. Januar: Die italienische Ärztin Maria Montessori (1870–1952) eröffnet in Rom ihr Kinderhaus für drei- bis sechsjährige Arbeiterkinder, das sie ab 1911 um eine Schule erweitert. Ihr Anliegen ist es, die (auch religiös fundierten) Prinzipien einer »selbsttätigen Erziehung« an noch nicht schulpflichtigen Kindern zu erproben.

1942, 1. Januar: In Washington wird die Deklaration der Vereinten Nationen durch Vertreter von 26 Staaten unterzeichnet, darunter USA, UdSSR, Großbritannien und China (bis Kriegsende unterzeichnen weitere 17 Staaten diese Deklaration). Die Teilnehmer verpflichten sich, alle verfügbaren militärischen und wirtschaftlichen Mittel für den Sieg über die faschistischen Staaten einzu­setzen und keine separaten Waffenstillstands- oder Friedensabkommen mit ihnen abzuschließen.

1947, 1. Januar: Durch wirtschaftliche Zusammenfassung der amerikanischen und britischen Besatzungszone wird gemäß einem Abkommen vom 2. Dezember 1946 die »Bizone« geschaffen. Die KPD protestiert gegen diesen Schritt zur Spaltung Deutschlands.
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1952, 2. Januar: Der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann (damals noch CDU, aber bereits 1950 als Konrad Adenauers Innenminister zurückgetreten) und die Zentrumspolitikerin Helene Wessel gründen die »Notgemeinschaft für den Frieden Europas«.

1957, 1. Januar: Mit Inkrafttreten des deutsch-französischen Staatsvertrags wird das Saarland zehntes Bundesland der BRD. In einer Volksabstimmung am 23. Oktober 1955 hatte die Mehrheit der Saarländer für diesen Schritt und damit gegen eine politische Autonomie ihres Landes votiert (siehe jW-Thema vom 29.12.2006).

1957, 5. Januar: US-Präsident Dwight D. Eisenhower schlägt dem Kongreß die militärische Zusammenarbeit mit Nahost-Staaten vor, die bei einem »kommunistischen« Angriff US-Hilfe erbitten. Die »Eisenhower-Doktrin« wird 1958 angewandt, als US-Truppen in den Bürgerkrieg im Libanon eingreifen.

1967, 6.–25. Januar: 30000 US-Soldaten starten, unterstützt durch südvietnamesische Truppen, im Mekong-Delta nordwestlich von Saigon eine Großoffensive. Der Angriff verwüstet das Gebiet bis zur Unkenntlichkeit, ohne daß damit ein durchschlagender Erfolg erreicht worden wäre.
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2006, Seite 15, Geschichte

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