-
29.11.2006
- → Antifaschismus
Später Prozeß nach Bücherverbrennung
Halle. Im Falle der Verbrennung des »Tagebuchs der Anne Frank« im Juni in Pretzien bei einen Sonnenwendfeier, bei der unter anderem der Bürgermeister des Ortes Friedrich Harwig anwesend war und nicht eingriff, ist nun der Prozeß terminiert. Ende Februar nächsten Jahres sollen sich sieben Verdächtige vor dem Amtsgericht Schönebeck verantworten. Das ist acht Monate nach der Tat und vier Monate nach Erhebung der Anklage. »Ich habe kein Verständnis dafür«, sagte ausgerechnet Harwig gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagausgabe). Diese Verzögerung gebe denjenigen Auftrieb, »die sagen, das war ja nicht so schlimm«. Kritik kommt aber auch vom Direktor des Berliner Anne-Frank-Zentrums, Thomas Heppener. Er sprach von einem »unglücklichen Signal«.
(ots/jW)
(ots/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Antifaschismus