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Neuer Weltbund der Gewerkschaften

Wien. Mit der Gründung eines neuen Weltgewerkschaftsbundes wollen Arbeitervertreter aus 156 Ländern die zunehmend bedrohten Rechte und Interessen von Beschäftigten in der globalen Wirtschaft sicherstellen. Die International Trade Union Confederation (ITUC) soll modernere Strukturen erhalten und damit wirksamer arbeiten als die beiden Vorgängerorganisationen ICFTU (International Confederation of Free Trade Unions) und WCL (World Confederation of Labor). »Die starke Tradition der Solidarität wird weitergeführt«, sagte der bisherige ICTFU-Generalsekretär Guy Ryder, der am Mittwoch auf dem ITUC-Gründungskongreß in Wien auch zum Vorsitzenden des neuen Verbands bestimmt wurde. Der ehemalige Vorsitzende des Europäischen Gewerkschaftsbundes, Emilio Gabaglio, rief die neue ITUC auf, »in die Offensive zu gehen« und insbesondere die Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern.

Die am Mittwoch beschlossene Charta spricht von einem universellen Streikrecht als Kampfmittel für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.
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(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2006, Seite 1, Ausland

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