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Gehrcke in Beirut: »Eine Katastrophe«

Beirut. Als »eine einzige Katastrophe« bewertete Wolfgang Gehrcke am Mittwoch die humanitäre Lage in Beirut und im Süden des Libanon. Der Bundestagsabgeordnete (Linkspartei), der am Dienstag gemeinsam mit einer Gruppe linker Parlamentarier aus mehreren Ländern Europas in der bombardierten libanesischen Hauptstadt angekommen war, berichtete von Raketenangriffen auf Beirut: »Große Teile im Süden der Stadt liegen in Trümmern.« Auch Rot-Kreuz-Konvois seien ins Visier der israelischen Armee geraten. Gehrcke: »Rund 700000 Menschen sind auf der Flucht. Die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln ist nach den israelischen Angriffen auf die Lebensmittel produzierende Infrastruktur nicht mehr gesichert. Dieser Krieg wird nur Verlierer haben.«

Insbesondere verwies der Abgeordnete auf die »explosive Gemengelage in Nahost«. In den »Libanon-Krieg« spielten die »Auseinandersetzung mit dem Iran, das Ergebnis des Irak-Krieges, innere Konflikte im Libanon selbst, die Stellung Syriens bis hin zum Aufmarsch türkischer Truppen in Kurdistan« hinein. Kern jedoch, so Gehrcke, bliebe »die ungelöste Frage eines eigenständigen lebensfähigen palästinensischen Staates«. Er forderte einen sofortigen Waffenstillstand, Verhandlungen, keine Waffenlieferungen in die gesamte Region inklusive Israel. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.07.2006, Seite 2, Ausland

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