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Aus: Ausgabe vom 24.12.2004, Seite 16 / Aktion

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jW- die Zeitung für soziale Bewegung

Müssen wir uns das alles gefallen lassen? Viele Arbeitslose haben ab Januar keinen Pfennig mehr in der Tasche, die Kinderarmut nimmt zu, Frauenhäuser werden dicht gemacht. Ausgerechnet ein SPD-Kanzler stampft ungerührt soziale Sicherungen ein, die die Arbeiterbewegung in Jahrzehnten unter großen Opfern erkämpft hat.

»Modernisierung des Sozialstaats« heißt das auf sozialdemokratisch. Oder »Reform«. Und ohne mit der Wimper zu zucken, werden platte Lügen aufgetischt: Daß viele Arbeitslose und Sozialschwache demnächst mehr Geld haben, daß durch Einführung von Ich-AG und Mini-Jobs Arbeitsplätze geschaffen werden, daß der Aufschwung ganz bestimmt kommt. Und die infamste Lüge: Die meisten Arbeitslosen sind zu faul zum Arbeiten.

Um diese Lügen unter das Volk zu bringen, unterhalten Kapitalistenverbände, Bund- und Landesregierungen sowie die bürgerlichen Parteien üppig finanzierte Pressestellen und Institute. Da werden Fernsehfilme über soziale Probleme schon mal direkt von der Industrie bezahlt, Zeitungen und Nachrichtenmagazine mit lukrativen Anzeigen bei Laune gehalten. Und ungeniert werden Meinungsmacher geschmiert. Laurenz Meyer war nur so dumm, sich erwischen zu lassen.

Wer sich von diesem Lügengespinst befreien will, braucht Informationen. Informationen, die nicht von Interessenverbänden untergeschoben, die nicht von Pressestellen gefiltert werden. Informationen, die frei sind von der Beeinflussung durch Parteien und Wirtschaft.

Unsere Redakteurinnen und Redakteure sind aus Prinzip mißtrauisch. Wir wissen, wie Meinungen gemacht, wie die Realität verdreht wird. Jede Information wird daher bei uns gegen den Strich gebürstet. Wer sich Kürzung von Sozialhilfe und Streichung von Arbeitslosengeld oder die Eintrittsgebühr für Arztpraxen nicht gefallen lassen will, findet in unserer Zeitung die nötigen Informationen. Wer also wissen will, wie Wolfgang Clement uns betrügt und wie Joseph Fischer uns belügt, kommt um die junge Welt nicht herum.

»Wissen ist Macht«, hieß es früher in der Arbeiterbewegung. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Gegen den Sozialkahlschlag kann man nur dann wirksam antreten, wenn man die Details kennt. Wenn man weiß, wem das nützt. Und wenn man weiß, wie die Öffentlichkeit vom Propagandaapparat der Wirtschaft und der bürgerlichen Parteien hinters Licht geführt werden soll.

In unserer Zeitung erfährt man aber auch, daß man nicht alleine ist im Widerstand gegen den Neoliberalismus. Daß es viele Gruppen und Organisationen gibt, die gegen ihn kämpfen. Bei uns liest man das, was bürgerliche Zeitungen verschweigen: Berichte über Montagsdemonstrationen, über die »Aktion Agenturschluß«, über Proteste gegen die Schließung von Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten und Krankenhäusern.

Die junge Welt ist die einzige deutsche Tageszeitung, die weder von der Industrie noch von Parteien ausgehalten wird. Abhängig sind wir nur von unseren Lesern. Und deswegen brauchen wir viele neue Abonnenten – nicht nur, um zu überleben, sondern auch, damit wir noch besser werden.

»Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt«, heißt es. Das »Sich-wehren« kann mit der Lektüre der jungen Welt beginnen.

Wir müssen uns wirklich nicht alles gefallen lassen.

Verlag und Redaktion

* Siehe auch Beitrag »Zehn Jahre neue junge Welt«

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