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EU uneins über Friedenstruppen in der Ukraine

Foto: Thibault Camus/AP/dpa
"Ganz offen und ehrlich": Olaf Scholz (SPD) nach dem informellen Treffen (Paris, 17.2.2025)

Paris. Beim Gipfel zum Ukraine-Krieg ist in der Frage einer Friedenstruppe zur Sicherung eines möglichen Waffenstillstands Dissens deutlich geworden. Bundeskanzler Olaf Scholz bezeichnete die Diskussionen nach dem Treffen als völlig verfrüht und kritisierte, dass über die Köpfe der Ukrainer hinweg gesprochen werde. »Das ist höchst unangemessen«, sagte Scholz. Er stellt sich damit unter anderem gegen den britischen Premierminister Keir Starmer und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Starmer war kurz vor dem Treffen vorgeprescht, werde notfalls Soldaten in die Ukraine entsenden. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot berichtete von Gesprächen, bei denen es um die Entsendung von Truppen insbesondere aus Frankreich, Großbritannien und Polen, den »drei großen Armeen« Europas, gehe. »Heute versammeln sich also in Paris Kriegsbefürworter, Trump-feindliche und frustrierte europäische Politiker, um ein Friedensabkommen mit der Ukraine zu verhindern«, kommentierte Ungarns Außenminister Peter Szijjarto bei einer Pressekonferenz. (dpa/jW)

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Erschienen am 18.02.2025, Ausland

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