-
26.09.2024
- → Inland
Deutsche Post darf Porto erhöhen
Bonn. Das Briefporto wird zum Jahreswechsel so gut wie sicher um mehr als zehn Prozent steigen. Die Bundesnetzagentur erlaubt der Deutschen Post eine Preiserhöhung von heute 85 Cent auf bis zu ein Euro, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Für die Verschickung von DHL-Paketen dürfe der Konzern Privatkunden durchschnittlich 7,21 Prozent mehr abverlangen. Dem Bonner Konzern gehen die Erlaubnisse nicht weit genug. Man habe den »Preiserhöhungsspielraum im regulierten Brief- und Paketgeschäft mit Verwunderung zur Kenntnis genommen«, hieß es. Die Vorgaben seien »angesichts zu erwartender Lohnsteigerungen, schrumpfender Briefmengen und hoher Investitionsbedarfe schwer nachzuvollziehen«. Das Portoverfahren basiert auf dem neuen Postgesetz, laut dem Standardbriefe ab 2025 deutlich länger unterwegs sein dürfen. 95 Prozent müssen erst nach drei Tagen ankommen. So soll der Universaldienst - also die flächendeckende Versorgung - abgesichert werden. 2023 lag der Nettogewinn der Deutschen Post bei 3,7 Millionen Euro. (Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!