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Wagenknecht für »fairen« Umgang mit der AfD

Foto: Christoph Soeder/dpa

Erfurt. Nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen fordert BSW-Chefin Sahra Wagenknecht, mit AfD »fair umzugehen«. Wenn der »einzige gemeinsame Nenner der etablierten Politik« der sei, »die AfD rauszuhalten und auf sie einzuprügeln, wird die AfD noch stärker«, sagte Wagenknecht der Thüringer Allgemeinen (Samstagsausgabe).

»Die CDU hätte die AfD auf Länderebene zu einem Zeitpunkt einbinden können und müssen, als sie noch eine konservative Professorenpartei war«, so die BSW-Gründerin. »Stattdessen hat man sie von Anfang an als Nazipartei geächtet und so zu ihrer Radikalisierung und ihrem Aufstieg beigetragen.«

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In Thüringen war die AfD bei der Landtagswahl am 1. September stärkste Kraft geworden. Laut Geschäftsordnung des Landtags hat sie damit das Vorschlagsrecht für den Parlamentspräsidenten. Wenn der Kandidat nicht die nötigen Stimmen bekommt, können in späteren Wahlgängen auch andere Fraktionen jemanden aufstellen.

Wagenknecht sagte der Zeitung dazu, das BSW werde »keinen Rechtsextremen wählen, aber auch nicht jemanden, für dessen Kandidatur nicht mehr spricht als ein Parteiendeal, um die AfD auszubooten«. Sie hoffe »auf eine Kandidatur von Format, deren Wahl sich überzeugend begründen lässt«. (AFP/jW)

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Erschienen am 07.09.2024, Inland

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