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VW-Manager erholen sich in Luxusherberge

Wolfsburg. Am 2. September hatte VW einen härteren Kürzungskurs angekündigt. Seitdem bangen die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze. Am 4. September traf sich das Topmanagement zu einer Luxussause in Schweden. »Teile der VW-Oberen dinieren im piekfeinen ›Artipelag‹ in Stockholm, eine Mischung aus Museum und Luxusherberge«, schrieb die IG Metall Wolfsburg am 6. September auf ihrer Internetseite. VW habe die gesamte Anlage vom 4. bis zum 6. September gemietet. Konzern- und Markenvorstände mit ihrem Topmanagementkreis hätten dort die »Global Top Management Conference« abgehalten. Über die »millionenschweren Kosten dieser Topmanagement-Klassenfahrt in die schwedischen Schärengärten« sei noch nichts Genaueres bekannt, heißt es in der IG-Metall-Erklärung weiter. Dafür über das Programm der Konferenz: »Drei Tage sind laut Agenda für die Stockholm-Sause der Bestbezahlten aus Europas größtem Industriekonzern veranschlagt.« Der erste Tag diene der Anreise, der dritte lediglich der Abreise. Tag zwei hatte »Konferenzen und Abendessen« auf dem Programm. Der inhaltliche Hauptpunkt der Konferenz sei »Virtuelle Realität« gewesen. Als Übernachtungsmöglichkeit wurde das »Artipelag« nicht genutzt. Die Spitzenmanager waren in Stockholms Innenstadt in Vier-Sterne-Hotels untergebracht, wie n-tv am 6. September berichtete. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.09.2024, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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