USA lehnen Bestätigung von Maduros Wahlsieg ab

Quito. Die USA und zehn lateinamerikanische Länder haben die Bestätigung des Wahlsiegs des venezolanischen Präsidenten Nicólas Maduro durch das Oberste Gericht des Landes zurückgewiesen. Die elf Länder erklärten am Freitag in einer gemeinsamen Stellungnahme in Quito, dass sie die Entscheidung des Gerichts »kategorisch ablehnen«.
Die Erklärung wurde von den USA sowie Argentinien, Costa Rica, Chile, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Guatemala, Panama, Paraguay, Peru und Uruguay unterzeichnet. Sie prangerten eine »mangelnde Unabhängigkeit und Unparteilichkeit« des Gerichts an und sprachen von einer nur »angeblichen Überprüfung« des Wahlergebnisses.
Die USA behaupteten, das Urteil des Obersten Gerichts in Venezuela entbehre »jeglicher Glaubwürdigkeit«. Es deutete stattdessen alles auf einen Wahlsieg des Kandidaten der rechten Opposition, Edmundo González Urrutia, hin, so US-Außenamtssprecher Vedant Patel.
Das Oberste Gericht in Venezuela hatte am Donnerstag die Wiederwahl Maduros bestätigt. Das Fehlen detaillierter Wahlergebnisse sei auf einen »massiven Cyberangriff auf das Wahlsystem« zurückzuführen, erklärte Gerichtspräsidentin Caryslia Rodríguez. Die rechte Opposition erklärte das Wahlergebnis erneut für »ungültig« und rief zu weiteren Protesten auf.
Die Wahlkommission hatte Maduro nach der Wahl vom 28. Juli zum Sieger erklärt, aber keine konkreten Ergebnisse veröffentlicht. Diese lägen nicht vor, da die Kommission Opfer eines Cyberangriffs geworden sei, hieß es. Das Oberste Gericht teilte am Donnerstag mit, es gebe »Beweise für einen massiven Cyberangriff auf das Wahlsystem«. (AFP/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
Oberster Gerichtshof bestätigt Sieg Maduros
vom 24.08.2024 -
Ruf nach Frieden
vom 24.08.2024 -
»Willkommen in der Hölle«
vom 24.08.2024 -
Palästinenser unerwünscht
vom 24.08.2024 -
Wahlkampf ist eröffnet
vom 24.08.2024 -
Macrons unlustige Kandidatenschau
vom 24.08.2024