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23.08.2024, 19:30:05 / Ausland

USA lehnen Bestätigung von Maduros Wahlsieg ab

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Uncle Sam stört sich an der Wiederwahl von Präsident Nicolás Maduro (Caracas, 17.8.2024)

Quito. Die USA und zehn lateinamerikanische Länder haben die Bestätigung des Wahlsiegs des venezolanischen Präsidenten Nicólas Maduro durch das Oberste Gericht des Landes zurückgewiesen. Die elf Länder erklärten am Freitag in einer gemeinsamen Stellungnahme in Quito, dass sie die Entscheidung des Gerichts »kategorisch ablehnen«.

Die Erklärung wurde von den USA sowie Argentinien, Costa Rica, Chile, der Dominikanischen Republik, Ecuador, Guatemala, Panama, Paraguay, Peru und Uruguay unterzeichnet. Sie prangerten eine »mangelnde Unabhängigkeit und Unparteilichkeit« des Gerichts an und sprachen von einer nur »angeblichen Überprüfung« des Wahlergebnisses.

Die USA behaupteten, das Urteil des Obersten Gerichts in Venezuela entbehre »jeglicher Glaubwürdigkeit«. Es deutete stattdessen alles auf einen Wahlsieg des Kandidaten der rechten Opposition, Edmundo González Urrutia, hin, so US-Außenamtssprecher Vedant Patel.

8. Mai

Das Oberste Gericht in Venezuela hatte am Donnerstag die Wiederwahl Maduros bestätigt. Das Fehlen detaillierter Wahlergebnisse sei auf einen »massiven Cyberangriff auf das Wahlsystem« zurückzuführen, erklärte Gerichtspräsidentin Caryslia Rodríguez. Die rechte Opposition erklärte das Wahlergebnis erneut für »ungültig« und rief zu weiteren Protesten auf.

Die Wahlkommission hatte Maduro nach der Wahl vom 28. Juli zum Sieger erklärt, aber keine konkreten Ergebnisse veröffentlicht. Diese lägen nicht vor, da die Kommission Opfer eines Cyberangriffs geworden sei, hieß es. Das Oberste Gericht teilte am Donnerstag mit, es gebe »Beweise für einen massiven Cyberangriff auf das Wahlsystem«. (AFP/jW)

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