IT-Ausfall kostet Delta Airlines 500 Millionen US-Dollar

Atlanta. Bei der US-Fluggesellschaft Delta Airlines sind bei tagelangen Computer-Ausfällen durch ein defektes Update der IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike Kosten in Höhe von einer halben Milliarde US-Dollar entstanden. Delta-Boss Edward Bastian hat US-Medienberichten zufolge bereits eine Anwaltskanzlei engagiert, um das den Betrag bei Crowdstrike und Windows-Entwicklerkonzern Microsoft geltend zu machen.
Der Flugbetrieb von Delta war durch die Softwareprobleme über fünf Tage lang schwer beeinträchtigt, 40.000 Server mussten nach Angaben des Firmenchefs per Hand neu gestartet werden. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC erklärte Bastian, allein Hotels und Kompensationen für Fluggäste wegen ausgefallener Flüge hätten täglich Dutzende Millionen US-Dollar gekostet. Laut dem US-Verkehrsministerium waren rund eine halbe Million Fluggäste von Delta von Flugausfällen betroffen. Man habe keine andere Wahl, sagte Bastian.
Bei einem Update am 19. Juli hatten Test-Server der Netzwerksoftware Crowdstrike eine fehlerhafte Datei durchgelassen, die Windows-Rechner abstürzen ließ. Etwa 8,5 Millionen Computer waren einer Schätzung von Microsoft zufolge weltweit betroffen. Dass andere Fluggesellschaften in den USA ebenfalls von dem Software-Absturz betroffen waren, ihren Betrieb aber schneller als Delta Airlines normalisieren konnten, führte Bastian darauf zurück, dass Delta besonders stark auf Crowdstrike und Microsoft gesetzt habe. Man denke nun über Änderungen im Systemaufbau nach. (AFP/jW)
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