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Tausende protestieren gegen Sellner-Lesung

Marburg. Mehrere tausend Menschen sind in Marburg gegen eine Lesung von Martin Sellner, dem Gesicht der faschistischen »Identitären Bewegung Österreich«, auf die Straße gegangen. Zu einer Kundgebung am Montag abend, zu der die Stadt und das »Netzwerk für Demokratie und gegen Rechtsextremismus« aufgerufen hatten, kamen nach Angaben der Polizei rund 2.500 Menschen. Eine Stadtsprecherin sprach von mehr als 3.000. Die Polizei teilte am späten Abend mit, Sellners Lesung aus seinem Buch »Remigration. Ein Vorschlag« habe in Gladenbach stattgefunden, etwa 20 Kilometer von Marburg entfernt. Circa 50 Menschen sollen ihr beigewohnt haben. Im Bereich eines Baumarktes in Marburg habe es vereinzelte Straßenblockaden einer Gruppe von etwa 150 Personen gegeben. Vereinzelt wurden demnach Rauchtöpfe gezündet. Die Stadt erachte Sellners »menschenfeindliche Thesen« als eine Gefahr für das Gemeinwesen sowie für die Demokratie und Verfassung, schrieb Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) vor der Lesung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2024, Seite 15, Antifaschismus

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