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11.07.2024, 19:54:58 / Kapital & Arbeit

Wirtschaftsweise wollen Kinder an der Börse anlegen lassen

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Anna und Arthur sollen zocken: Das Taschengeld der Kleinsten muss nach Willen der »Wirtschaftsweisen« schon zur Sicherung der Konzernprofite herhalten

Wiesbaden. Der »Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung«, die sogenannten Wirtschaftsweisen, empfehlen, Kinder zur Ankurbelung der Konjunktur an die Börse heranzuführen. Die Privathaushalte in Europa hielten ihre Ersparnisse »überwiegend in renditeschwachen Anlageklassen wie Bankeinlagen«, befanden die Berater und zwei »Experten« aus Frankreich. Um die Beteiligung am Kapitalmarkt zu erhöhen und Vertrauen in die Kapitalmärkte zu schaffen, schlägt ein Bericht der Berater unter anderem die Einführung EU-finanzierter Anlagekonten für Kinder vor.

Durch automatische Einzahlungen auf die Anlagekonten von etwa zehn Euro pro Monat und Kind im Alter von 6 bis 18 Jahren könnten die Kinder und Jugendlichen lernen, langfristig zu investieren, so der Bericht: »Sie würden verschiedene Finanzzyklen erleben und das langfristig niedrige Risiko und die hohen Renditen einer Anlage in Aktien verstehen«. Die Maßnahme könne auf lange Sicht zu einer Änderung des Sparverhaltens führen. Dafür brauche es jedoch einen kostengünstigen und breit gestreuten Aktienfonds »als obligatorisches oder zumindest standardmäßiges Anlageprodukt zu wählen«. (dpa/jW)

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