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25.06.2024, 18:17:06 / Kapital & Arbeit

Chemiekonzern Covestro kündigt Stellenvernichtung an

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lässt sich das »Innovationszentrum« von Covestro in China zeigen (Shanghai, 15.4.2024)

Leverkusen. Beim Chemieriesen Covestro kündigt sich ein Streichkonzert an. Das Unternehmen hat am Dienstag in Leverkusen bekanntgegeben, dass es bis Ende 2028 pro Jahr konzernweit Kosten in Höhe von 400 Millionen Euro senken will, davon 190 Millionen in Deutschland. Das soll über Reduzierung der Personal- und Sachkosten erfolgen. Wie viele Arbeitsplätze vernichtet werden, ist noch unklar. Es werde ein »sozialverträglicher Abbau« über Abfindungen, Altersteilzeit und andere Elemente sein. Laut einer Vereinbarung mit Beschäftigtenvertretern sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2032 ausgeschlossen.

Bei Covestro arbeiten Menschen auf insgesamt 17.500 Vollzeitstellen, davon circa 7.000 in der Bundesrepublik. Neben der Zentrale in Leverkusen befinden sich große Standorte in Krefeld (Uerdingen), Dormagen (alle NRW) und Brunsbüttel (Schleswig-Holstein). Im Ausland stehen große Werke in der Nähe von Houston (USA) und in Shanghai (China). Der Konzern stellt Hart- und Weichschaumstoffe sowie harte Kunststoffe etwa für die Auto-, die Bau-, die Elektronik- und die Möbelbranche her.

Covestros Geschäftsbereich gehörte früher zum Bayer-Konzern und könnte in geraumer Zukunft von einer Firma aus den Vereinigten Arabischen Emiraten übernommen werden. Die Ankündigung von Kürzungen und Stellenvernichtungen erfolgte vermutlich in Vorbereitung dessen. Am Montag hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass es mit dem Ölkonzern Abu Dhabi National Oil (Adnoc) über eine mögliche Transaktion verhandele. »Wir haben in unseren Gesprächen mit Adnoc gute Fortschritte erzielt«, hatte Covestro-Chef Markus Steilemann gesagt. »Daher haben wir beschlossen, in konkrete Transaktionsverhandlungen mit Adnoc einzutreten.« (dpa/jW)

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