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Generalstreik legt Nigeria lahm

Abuja. Mit einem Generalstreik gegen »Hungerlöhne« haben Nigerias große Gewerkschaften das Land lahmgelegt. Am Dienstag blieben die Flughäfen geschlossen und das nationale Stromnetz abgeschaltet, Übertragungsstationen waren besetzt. Ämter, Schulen und Krankenhäuser wurden bestreikt. Die Gewerkschaften NCL und TUC, die auch Hunderttausende Regierungsangestellte vertreten, fordern die Erhöhung des monatlichen Mindestlohns von 30.000 auf 500.000 ­Naira (20 bzw. 336 US-Dollar). Die Regierung von Präsident Bola Tinubu hatte zuletzt ein Plus von zehn Prozent zum 1. Januar 2025 angekündigt. Der Präsident hatte kurz nach Amtsantritt auf Geheiß des Weltwährungsfonds Subventionen für Treibstoff gestrichen und später die Landeswährung abgewertet, um Investoren anzulocken. In der Folge sind die Lebenshaltungskosten im bevölkerungsreichsten Land Afrikas explodiert. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 05.06.2024, Seite 1, Inland

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