EU verurteilt Bombenanschlag bei Soleimani-Grab als »Terrorakt«
Brüssel. Die Europäische Union (EU) hat den Bombenanschlag im Iran nahe dem Grab des 2020 getöteten Generals Kassem Soleimani als »Terrorakt« verurteilt. »Die EU verurteilt den heutigen Bombenanschlag in der iranischen Stadt Kerman aufs Schärfste«, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung des Europäischen Auswärtigen Dienstes. Die EU bringe ihre Solidarität »mit dem iranischen Volk zum Ausdruck«.
»Dieser Terrorakt hat eine schockierende Zahl ziviler Todesopfer und Verletzter gefordert«, hieß es weiter. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden.
Iranischen Staatsmedien zufolge hatten sich am Mittwoch in Kerman zwei Explosionen ereignet, als dort gerade zahlreiche Menschen an den vierten Todestag des bei einem US-Angriff getöteten Generals Soleimani erinnerten. Demnach wurden mehr als hundert Menschen getötet und mehr als 180 weitere verletzt. Die Führung in Teheran stufte den Anschlag als Terrorakt ein und erklärte den Donnerstag »zu einem Tag der öffentlichen Trauer im ganzen Land«.
Soleimani war vor vier Jahren bei einem vom damaligen US-Präsidenten Donald Trump angeordneten Drohnenangriff nahe Bagdad getötet worden. Der General befehligte die Al-Kuds-Brigaden, die für Auslandseinsätze zuständige Abteilung der iranischen Revolutionsgarden. (AFP/jW)
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