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3.313 Zelltypen im Gehirn

Utrecht. Mehrere Forschungsgruppen haben in Kooperation den bislang umfangreichsten Zellatlas des menschlichen Gehirns erstellt. Die zugrundeliegenden Studien wurden im Zusammenhang mit der BRAIN Initiative der US-Gesundheitsbehörde NIH erarbeitet. »Das ist der Beginn einer neuen Ära in der Hirnforschung, mit der wir besser verstehen können, wie Gehirne sich entwickeln, wie sie altern und von Krankheiten in Mitleidenschaft gezogen werden«, sagte dem Wissenschaftsmagazin Spektrum zufolge der Molekularbiologe Joseph Ecker vom Salk Institute, der an dem Projekt beteiligt war. Die Grundlage haben Kimberly Siletti und ihr Team vom Medical Center Utrecht gelegt. Sie sequenzierten die RNA von mehr als drei Millionen Neuronen an 106 Stellen des menschlichen Gehirns. Daraus konnten andere Forschungsgruppen insgesamt 3.313 verschiedene Zelltypen klassifizieren. Weitere Forscher untersuchten epigenetische Marker, die Gene ein- und ausschalten. Über Moleküle, die entsprechend als Schalter fungieren, wurden fast 200 Gehirnzell­typen identifiziert, die in einer Art Atlas verschiedenen Regionen des Gehirns zugeordnet wurden. Die Forschungen sollen helfen, die Gehirne von Menschen und anderen Affen zu unterscheiden. Auch neue Formen der Therapie könnten sich daraus ergeben. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2023, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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