Einige EU-Länder: Kritische Haltung gegenüber Israel gefordert
Brüssel. Eine Gruppe von EU-Staaten setzt sich beim Gipfeltreffen in Brüssel für eine kritischere Haltung gegenüber Israel im Nahostkonflikt ein. »Wir werden darauf drängen, dass der Gipfel eine stärkere Sprache zum Gazastreifen findet«, sagte Irlands Ministerpräsident Leo Varadkar am Donnerstag. Es brauche eine »klare Botschaft, dass das unnötige Töten von Zivilisten aufhören muss«, sagte sein belgischer Amtskollege Alexander De Croo. »Die Mehrheit der Wähler unter 40 Jahren in den USA und in der EU hat inzwischen mehr Sympathie für die Palästinenser als für die Israelis«, sagte Varadkar weiter. Die politische Führung könne das nicht ignorieren. Zu den als Palästinenser-nahen Länder zählen außerdem noch Spanien und Malta. In einem gemeinsamen Brief hatten die vier Länder zuvor eine »ernsthafte Debatte« über die »humanitäre Katastrophe« im Gazastreifen gefordert. Israel-nahe Länder wie Deutschland oder Österreich geraten damit unter Druck. (AFP/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Ausland
-
Spaltungen auf EU-Gipfel
vom 15.12.2023 -
Gedenken an Intellektuelle
vom 15.12.2023 -
Putin steht Rede und Antwort
vom 15.12.2023 -
Noch einmal sechs Jahre Sisi
vom 15.12.2023 -
Ausländische Truppen verlassen Sahel
vom 15.12.2023 -
Drei Tage ohne Essen
vom 15.12.2023 -
Dauergewalt unter Besatzung
vom 15.12.2023