Britische Wirtschaft stagniert
London. Angesichts hoher Inflation und kräftig gestiegener Leitzinsen kommt die britische Wirtschaft kaum vom Fleck. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im August zum Vormonat um 0,2 Prozent zu, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Daten der Statistikbehörde ONS hervorgeht. Damit berappelte sich die Wirtschaft wieder etwas, nachdem sie im Juli um 0,6 Prozent geschrumpft war. Die hohe Inflation auf der Insel lastet auf dem Konsum. Eine jüngst veröffentlichte Umfrage ergab, dass die Verbraucher ihr Geld zusammenhalten – dies auch, da steigende Kraftstoffpreise den allgemeinen Druck auf die Lebenshaltungskosten verstärkten. Mit zuletzt 6,7 Prozent ist die Inflationsrate in Großbritannien eine der höchsten in Westeuropa. Das Ziel der Notenbank von 2,0 Prozent ist noch weit entfernt. Diese hat den Leitzins seit Dezember 2021 insgesamt 14 Mal angehoben, um den Preisauftrieb zu hemmen. Nach Anzeichen für ein Zurückweichen der Inflation stoppte die Bank of England ihre Serie von Zinserhöhungen im September jedoch und beließ das geldpolitische Niveau bei 5,25 Prozent. (Reuters/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Kapital & Arbeit
-
NATO droht Russland
vom 13.10.2023 -
Telekom hängt an Huawei
vom 13.10.2023
