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Nicaragua: Regierung löst Jesuitenorden auf

Foto: Alfredo Zuniga/AP/dpa
Daniel Ortega, Präsident von Nicaragua (Managua, 21.3.2019)

Managua. Die Regierung Nicaraguas hat dem katholischen Jesuitenorden den Rechtsstatus als zivile Organisation entzogen. Das Vermögen der Gemeinschaft werde beschlagnahmt, hieß es in einer Resolution des Innenministeriums, die am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht wurde. Die Gesellschaft Jesu habe in den vergangenen drei Jahren keine Finanzberichte vorgelegt, zu denen sie als gemeinnützige Organisation verpflichtet sei, begründete die Behörde den Schritt.

Die Regierung des ehemaligen linken Guerillero Daniel Ortega, der das mittelamerikanische Land seit 2007 zum zweiten Mal regiert, lieferte sich zuletzt vermehrt Auseinandersetzungen mit der katholischen Kirche. Ein Bischof, der sich weigerte, Nicaragua zu verlassen, wurde im Februar wegen Untergrabung der nationalen Integrität zu 26 Jahren Haft verurteilt. Das kirchliche Hilfswerk Caritas, katholische Radiosender und weitere private Universitäten wurden bereits aufgelöst.

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Erst vor wenigen Tagen wurde das Vermögen der Jesuiten-Universität UCA beschlagnahmt. Der Hochschule wurde vorgeworfen, als »Zentrum des Terrorismus« zu agieren. Die Jesuiten wiesen die Vorwürfe zurück. (dpa/jW)

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Erschienen am 24.08.2023, Ausland

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