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Aus: Ausgabe vom 21.05.2004, Seite 6 / Aktion

Politische Heimat

vernetzen 2.0: Heute Aktivist Hans Mackiewicz

Wegen des Jugoslawien-Krieges hatte Hans Mackiewicz nach 39 Jahren Mitgliedschaft die SPD verlassen und trat bald darauf mit seiner Frau und seinem Sohn in die PDS ein, weil diese den Kriegskurs der Bundesregierung nicht mittrug. Im Kreis Aachen wurde er zum PDS-Sprecher gewählt, doch lange hielten er und seine Familie es bei den »Sozialisten« nicht aus: Nicht zuletzt wegen deren unsozialer Politik in Berlin und ihrem »Nichtstun gegen die Verbrecherbande der Berliner Bankgesellschaft« verließen sie 2003 allesamt die Partei. Seit längerem aber hat er mit der jungen Welt eine neue politische Heimat gefunden. Er schätzt die Zeitung, weil sie sich einem Trend verweigert, der sich in der deutschen Medienlandschaft inzwischen weitgehend durchgesetzt hat: Es wird nichts gedruckt, was die zahlende Anzeigenkundschaft verärgern könnte. Die kritische Stimme der jW ist ihm ein wichtiges Mittel gegen die »nahezu vollständige Abwesenheit richtiger Meinungen in den Medien«. Deshalb wird er nicht müde, die jW bei jeder Gelegenheit zu verteilen, wo Menschen gegen Sozialraub und Krieg ihre Stimme erheben: ob auf Demonstrationen am 1. Mai, bei Antikriegsprotesten oder auf Landesparteitagen der PDS – Hans Mackiewicz trifft man dort mit einem Stapel Zeitungen unterm Arm. Und die hat er vorher im jW-Aktionsbüro bestellt.

Hans Mackiewicz, Jurist und Rentner, lebt in Aachen

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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jährlichen Verfassungsschutzberichten erwähnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

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