Zum Inhalt der Seite

Gastransport durch Nord Stream 1 verzögert sich

Foto: Stefan Sauer/dpa

Moskau. Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 wird von diesem Samstag an anders als angekündigt weiter kein Gas fließen. Das teilte der Staatskonzern Gasprom am Freitag abend bei Telegram mit. Grund sei ein Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja. Bis zur Beseitigung bleibe der Gasdurchfluss gestoppt. Es war damit gerechnet worden, dass nach Abschluss der angekündigten dreitägigen Wartungsarbeiten ab Samstag morgen wieder Gas durch die Leitung fließt.

Gasprom zufolge ist das Leck bei den gemeinsam mit Experten von Siemens Energy erledigten Wartungsarbeiten an der Station festgestellt worden. Das ausgetretene Öl sei an mehreren Stellen gefunden worden. Es sei nicht möglich, den sicheren Betrieb der letzten dort noch verbliebenen Gasturbine zu garantieren. Schon in der Vergangenheit sei es zu solchen Ölaustritten gekommen, hieß es. Ein Brief über die Beanstandungen am Aggregat Trent 60 mit der Nummer 24 und über die notwendigen Reparaturen sei an den Chef von Siemens Energy, Christian Bruch, gegangen, teilte Gasprom weiter mit.

Anzeige

Zuvor waren erste Gaslieferungen für Samstag morgen angekündigt worden. Das ging aus vorläufigen Daten der Website der Nord Stream AG hervor. Der Umfang der angekündigten Lieferungen entsprach zunächst dem Niveau vor der Unterbrechung, also etwa 20 Prozent der maximal möglichen Menge und damit täglich 33 Millionen Kubikmeter Erdgas. Am späten Freitag nachmittag zeigten die vorläufigen Daten dann nur noch eine kaum nennenswerte Menge an. (dpa/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 03.09.2022, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen