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Neonazirapper »Mr. Bond« verurteilt

Wien. In Österreich sind am Donnerstag zwei Brüder aus Kärnten wegen »nationalsozialistischer Wiederbetätigung« zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, wie die Wiener Tageszeitung Der Standard berichtete. Der unter dem Pseudonym »Mr. Bond« bekannte 37jährige Philip H. hatte nach Angaben des Wiener Landesgerichts Neonazisongs im Internet veröffentlicht. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass von dem Mann eine »besondere Gefährlichkeit« ausgehe und ihn zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er war im Januar 2021 festgenommen worden, nachdem die Ermittler ihn anhand seines Paypal-Kontos identifiziert hatten. Sein mitangeklagter 34jähriger Bruder Benjamin H., Administrator einer antisemitischen Website, wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Beide Männer können noch Berufung einlegen. Der Rapper rief bereits seit 2016 in Neonaziforen zu Terroranschlägen auf. Dort verglich er auch den Attentäter im neuseeländischen Christchurch, der am 15. März 2019 mit Attacken auf zwei Moscheen insgesamt 51 Menschen tötete und 40 weitere verletzte, mit einem Heiligen und übersetzte dessen rassistisches »Manifest« ins Deutsche. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.04.2022, Seite 15, Antifaschismus

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