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Figur in Ausstellung über jüdische Sportler zerstört

Foto: Wikipedia
Von den Nazis deportiert und ermordet: Julius Hirsch (unten, 2. v. r. mit der Meistermannschaft des Karlsruher FV 1910)

Nordhausen. Unbekannte haben in der Nacht zum Donnerstag in Nordhausen (Thüringen) eine Figur der Wanderausstellung »Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach« zerstört. Dabei handelt es sich um eine lebensgroße Plexiglasfigur des Fußballnationalspielers Julius Hirsch, wie die Stadtverwaltung Nordhausen mitteilte. Die Ausstellung war erst am 9. Oktober eröffnet worden und soll noch bis 11. November zu sehen sein.

Die Stadt stellte Anzeige gegen unbekannt. Man wolle nicht über ein mögliches politisches Motiv spekulieren, sagte Stadtsprecher Lutz Fischer. Er erinnerte aber daran, dass die Wanderausstellung im November 2020 in Bochum – der Partnerstadt von Nordhausen – verwüstet worden war. Lebensgroße Plexiglasfiguren wurden damals schwer beschädigt und mit antisemitischen Parolen beschmiert. Im Zentrum der Ausstellung stehen 17 deutsch-jüdische Sportler, die zu den gefeierten Athleten ihrer Zeit zählten. Nicht wenige von ihnen, darunter Hirsch und die zehnfache deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch, wurden von den Nazis deportiert und ermordet. (dpa/jW)

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Erschienen am 15.10.2021, Sport

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