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Strafbefehl gegen Seenotretter aufgehoben

Foto: Johannes Filous/dpa
Kapitän Claus-Peter Reisch auf dem Deck des Rettungsschiffes »Eleonore« (27.8.2019)

München. Den Strafbefehl gegen den deutschen Kapitän Claus-Peter Reisch wegen einer Flüchtlingsrettung hat ein Gericht in Italien ausgesetzt. Das Zivilgericht in Ragusa habe die Strafe von 300.000 Euro aufgehoben, sagte Reisch der Deutschen Presseagentur am Donnerstag. Auch die Beschlagnahmung seines Schiffes »Eleonore« sei aufgehoben worden.

Reisch war im September 2019 mit dem Schiff und mehr als 100 Flüchtlingen nach einer Blockade auf stürmischer See in den Hafen von Pozzallo eingefahren, obwohl ein Hafenverbot des einstigen Innenministers Matteo Salvini galt. Die »Eleonore« wurde festgesetzt.

Das Urteil zeige Reisch zufolge, dass internationales Recht über dem Willen eines einzelnen Ministers stehe. »Es lässt sich auch festhalten, dass Seenotrettung und Menschlichkeit nie und nimmer ein Verbrechen sind.« Salvini von der extrem rechten Lega hatte mehrere Rettungsschiffe tage- oder wochenlang auf dem Meer blockiert. (dpa/jW)

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Erschienen am 18.06.2021, Ausland

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