Gegründet 1947 Donnerstag, 3. Dezember 2020, Nr. 283
Die junge Welt wird von 2453 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 24.10.2020, Seite 16 / Aktion
Aktion

Lob des Lernens

Ist mit der jW-Lesewoche der Testlauf für eine Rosa-Luxemburg-Konferenz online gelungen? Unsere Leserinnen und Leser sind gefragt
Von Kommunikation und Aktion
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Alles genau mitbekommen: Kommunikation-Chefin Katja Klüßendorf neben Thorsten Biernath vom Filmteam am Schnittpult

Schon vor der offiziellen Absage der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2020 arbeitete der Verlag 8. Mai, in dem die Tageszeitung junge Welt und das Kulturmagazin Melodie & Rhythmus erscheinen, an einer anderen Variante für sein dort vorgesehnes Programm. Es sollten Wege gefunden werden, um den alljährlichen Messestand bestmöglich in ein digitales Format zu bringen sowie Neuerscheinungen und eigene Verlagspublikationen vorstellen zu können. Ebenfalls wollten wir wie jedes Jahr unsere Solidarität mit Kuba bezeugen. Die technische Antwort hieß: Livesendungen auf jungewelt.de. Gerade sie bieten die Gelegenheit, Veranstaltungen einem weitaus größeren Publikum als in der Berliner Ladengalerie oder eben um einen Messestand herum zugänglich zu machen – auch wenn die Dramaturgie eines herkömmlichen Miterlebens kaum zu ersetzen ist. Und es muss alles funktionieren, sonst verlassen die Zuschauer die Sendung.

Mit vier aufeinanderfolgenden Übertragungen unterschiedlichen Charakters hatten sich Kommunikationsabteilung, Aktionsbüro und Redaktion einiges vorgenommen. War der erste Abend mit dem Buchautor Timo Daum zu seiner Neuerscheinung »Agiler Kapitalismus« ein intensives Gespräch zu zweit, galt es am zweiten Abend, Einblicke in das literarische Werk von Charles Bukowski mit der Verlegerin und dem Autor des Buches »Notes on a Dirty Old Man« zu geben. Besonders wichtig war uns die Vorstellung unseres eigenen Buchprojekts, das »Kommunistische Manifest« mit vielen Einblendungen von bisher nie zusammen gezeigten Bildern der großen Malerin Lea Grundig, mit denen sie das »Kommunistische Manifest« in Beziehung auf die 1960er Jahre setzte. Die größte Herausforderung war der vierte Abend: der Auftakt der deutschen Unblock-Cuba-Aktivitäten. Reden, Videoeinspielungen, Musikvortrag, Gespräche – hier kam vieles zusammen.

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Auftaktveranstaltung »Unblock Cuba«: Liedermacher Nicolás Miquea in der jW-Ladengalerie am 17. Oktober 2020

Möglich war das durch die Professionalität des betreuenden Filmteams. Auch wenn nicht alles reibungslos lief: Sei es die direkte Übertragung über die jW-Homepage, die in letzter Minute nicht klappte, für die der Umweg über Facebook herhalten musste, sei es Geflüster, das über nicht ausgeschaltete Mikrofone zu hören war.

Damit live gestreamte Auftritte zur Routine werden können, diente die Lesewoche als Testlauf. Ziel ist es, langsam, aber sicher, das dafür nötige Know-how zu erlernen. Hierfür sind wir auf Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, angewiesen. Schicken Sie uns Ihre Einschätzungen und Hinweise zur jW-Lesewoche. Was fiel positiv auf, was weniger? Für uns bildet das eine unerlässliche Grundlage, um für die geplante Übertragung der am 9. Januar 2021 stattfindenden XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz zu lernen. Dann müssen Vorträge, Liveschaltungen und Einspieler zahlreicher bekannter Politiker, Wissenschaftler und Künstler so ansprechend und professionell wie möglich digital gesendet werden. Schauen Sie sich das Programm der jW-Lesewoche gerne noch einmal an. Es eignet sich für Filmabende, idealerweise mit Freunden, Familie und Genossen im coronabedingt kleinen Kreis. Wir sind auf Ihre Reaktionen gespannt.

Alle Videos der jW-Lesewoche: jungewelt.de/lesewoche

Schicken Sie Ihre Anregungen an: aktionsbuero@jungewelt.de

Unverzichtbar!

»Die junge Welt ist unverzichtbar, wegen ihrer klaren Positionierung beim Kampf für eine lebenswerte, von Ausbeutung befreite Welt. Sie verdeutlicht, dass nur in vereinten Kämpfen Erfolge errungen werden können!« – Andre Koletzki, Geprüfter Meister für Bäderbetriebe, Berlin

Eine prinzipienfeste, radikal kritische Tageszeitung im Netz ist durch nichts zu ersetzen für all diejenigen, die dem real existierenden Kapitalismus und Faschisten etwas entgegensetzen wollen.

Diese Zeit braucht eine starke linke Stimme – gedruckt und online!

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