Zum Inhalt der Seite

Bericht: US-Geheimdienste sollen verstärkt China in Fokus nehmen

Foto: Zhai Jianlan/XinHua/dpa
»Rote Gefahr« oder einfach nur wehrhaft? – Soldatinnen bei der Militärparade zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China am 1. Oktober 2019

Washington. Ein Bericht des US-Repräsentantenhauses fordert von den Geheimdiensten einen stärkeren Fokus auf die Volksrepublik China statt auf Terrorismusbekämpfung. »Die Geheimdienste haben sich nicht schnell genug auf die wachsende Herausforderung durch China in praktisch allen Bereichen neu ausgerichtet«, sagte der Vorsitzende des zuständigen Ausschusses, Adam Schiff (Demokraten), am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Laut einer zensierten Fassung des Berichts, die an Journalisten übergeben wurde, haben die Geheimdienste im Zuge der Antiterrormaßnahmen ihre klassische Aufgaben vernachlässigt. Es müsse daher erwogen werden, Mitarbeiter entsprechend umzuschulen. Die Herausforderung durch China werde Jahrzehnte bestehen bleiben. Ein getrennt veröffentlichtes Papier einer China-Arbeitsgruppe der Republikaner in der Kongresskammer fordert ebenfalls eine »verbesserte Spionageabwehr« sowie eine stärkere Sprachschulung in Mandarin. Beide Berichte wurden kurz vor der Präsidenten- und Kongresswahl Anfang November veröffentlicht. Für beide Präsidentschaftskandidaten – der republikanische Amtsinhaber Donald Trump und der Demokrat Joe Biden - ist China das wichtigste außenpolitische Thema im Wahlkampf. (Reuters/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen am 01.10.2020, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen