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Online Extra
02.07.2020, 19:38:23 / Ausland

Amazonien: Schlimmste Brände seit 13 Jahren

Von Bolsonaros Abholzungspolitik befeuert: Waldbrände im Amazona
Von Bolsonaros Abholzungspolitik befeuert: Waldbrände im Amazonas-Gebiet (September 2019)

São Paulo. Mehr als 2.200 Brände hat das Nationale Institut für Weltraumforschung Inpe bei der Auswertung von Satellitenbildern im Amazonas-Gebiet im Mai registriert. Das sind dem Inpe zufolge fast 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum – und so viele wie seit dem Mai 2007 nicht mehr. Damals waren es mehr als 3.500 Feuer.

Mit dem Beginn der Trockenzeit in Amazonien schrillen bei Umweltschützern die Alarmglocken. Sie waren wie verschiedene Wissenschaftler in diesem Jahr schon zuvor davon ausgegangen, dass in der Coronakrise die Kontrollen der Behörden nachlässiger durchgeführt werden. Kritiker werfen der Regierung des faschistischen Präsidenten Jair Bolsonaro zudem vor, Abholzung und Brandrodung zu befeuern. Mehr als 2.000 Quadratkilometer Regenwald sind zwischen Januar und Mai abgeholzt worden.

Umweltminister Ricardo Salles zufolge sollte die Regierung die Coronapandemie ausnutzen, um Umweltvorschriften für Amazonien zu lockern. »Wir haben in diesem Moment die Gelegenheit, alle Regelungen zu ändern und die Vorschriften zu vereinfachen«, sagte Salles im April. Bolsonaro ist ein Befürworter der wirtschaftlichen Ausbeutung Amazoniens. Er geriet wegen der verheerenden Brände im Amazonas-Gebiet im vergangenen Jahr heftig in die Kritik. Ihm wird vorgeworfen, die Zerstörung in Kauf zu nehmen, um neue Flächen für Landwirtschaft, Viehzucht und Bergbau zu erschließen. (dpa/jW)

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