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Aus: Ausgabe vom 17.05.2003, Seite 16 / Aktion

Diese Zeit braucht diese Tageszeitung

Die jW braucht bis zum Sommer 575 Abos/Umsteiger!
Von Aktionsbüro

Das aktuelle Gejammere auf allen Kanälen soll auch dem letzten klarmachen: Der Sozialabbau wird verschärft, Widerstand ist zwecklos. In Zeiten, in denen fast alle (sogar angeblich sozialistische Parteien) die Welt auf solch wundersame Art erklären, wird eine Tageszeitung wie die junge Welt dringend benötigt. Dummerweise aber greifen die Verantwortlichen des Sozialabbaumassakers auch in die Taschen der Leserinnen und Leser der jungen Welt. Ein Problem, das vielen Leserinnen und Lesern – und damit auch uns – gewaltig zu schaffen macht. Denn wir haben viele Abonnenten, die sich die junge Welt im wahrsten Sinne des Wortes vom Munde absparen. Und unter diesen Umständen ist es auch nicht einfacher geworden, neue Abonnenten zu werben. Wir sind aber bei Strafe des Untergangs dazu verdammt, möglichst keine Abos zu verlieren und den Bestand aufzubauen (also möglichst viele neue Abos hinzuzugewinnen).

Das Ergebnis der letzten drei Wochen sieht mager aus: 55 neuen Abos, neun Umsteigern, 17 Internetabos stehen 81 Abbestellungen gegenüber. Von den angepeilten 900 Abos (Print und Netz) und Umsteiger bis zum Sommer haben wir bis dato zwar immerhin 325 erreicht, aber die noch fehlenden 575 sind nur mit größter Anstrengung zu schaffen. Fest steht: Die wachsende Notwendigkeit einer radikal linken, unabhängigen Tageszeitung ist kein Garant dafür, daß all jene, die diese Zeitung in diesen Zeiten dringend bräuchten, diese abonnierten – ja auch nur von ihrer Existenz Kenntnis erhielten. Denn es gibt viele schlechte Gründe, warum andere Medien unsere Existenz und Berichterstattung lieber verschweigen. Einer davon ist, daß sie uns nur in Zeiten der internen Katastrophen und des vermeintlichen Niedergangs dem Publikum vorführen. Allerdings ist uns schon klar: Uns aus dem Elend des zu niedrigen Abobestandes zu befreien, müssen wir schon selber tun.

Und es werden immer mehr, die was tun. Wie zum Beispiel unsere Leserinnen und Leser in Bremen, die eine lokale Initiative gegründet und dafür gesorgt haben, daß die junge Welt auf der 1.-Mai-Kundgebung mit einem originellen Infostand präsent war. Aber nicht nur in Bremen, auch in anderen Orten wurden an diesem Tag über 12000 Zeitungen von Leserinnen und Lesern gezielt an Gewerkschafter verteilt bzw. verkauft. Besonders erfreulich ist, daß die Bremer sehr schnell die ersten Abonnements geworben haben. In Lübeck durften wir in den vergangenen Tagen nicht nur den Erich-Mühsam-Preis, sondern auch eine Reihe von Abonnements entgegennehmen. In Berlin treffen sich junge Leserinnen und Leser wieder regelmäßig und haben mitgeholfen, Tausende Zeitungen an den Berliner Hochschulen zu verteilen. Bei der Gründung von weiteren Unterstützerinitiativen sind wir gerne behilflich. Ebenso wichtig sind aber die Aktivitäten jedes einzelnen Lesers (und jeder Leserin) für die junge Welt. Nicht wenige Abonnements kommen zustande, weil Interessierte erstaunt feststellen, daß die junge Welt genau die Zeitung ist, die sie brauchen. Sie haben zuvor die Zeitung mit einigen empfehlenden Worten von einem Abonnenten oder einer Abonnentin in die Hand gedrückt bekommen. Oder aber sind über das Internet direkt oder in Foren von Online-Lesenden auf Artikel der jungen Welt hingewiesen worden.

Diese Bereitschaft unserer Leserinnen und Leser, sich für die junge Welt zu verwenden, ist einer der wichtigsten Gründe, warum es die junge Welt überhaupt noch gibt. Dank und Ehre, die uns mit dem Erich-Mühsam-Preis zuteil wurden, möchten wir deshalb an unsere Leserinnen und Leser weitergeben.

* jW-Umzugsfonds:Spenden bitte auf folgendes Konto: Verlag 8.Mai, Kto.-Nr. 0014544204, BLZ 100 30 500, Bankhaus Löbbecke & Co. Berlin, Stichwort: Umzug

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Die Grenzen in Europa wurden bereits 1999 durch militärische Gewalt verschoben. Heute wie damals berichtet die Tageszeitung junge Welt über Aufrüstung und mediales Kriegsgetrommel. Kriegstüchtigkeit wird zur neuen Normalität erklärt. Nicht mit uns!

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