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Lage auf Rettungsschiff »Alan Kurdi« spitzt sich zu

Foto: Nick Jaussi/Sea Eye/dpa
Am 31. August rettete die Besatzung der »Alan Kurdi« 13 Menschen aus einem Holzboot im Mittelmeer

Rom. Die Lage auf dem deutschen Rettungsschiff »Alan Kurdi« im Mittelmeer vor Malta hat sich nach Angaben der Retter weiter verschlechtert. Der Sprecher des Regensburger Vereins Sea-Eye, Gorden Isler, sprach am Freitag von einer »besorgniserregenden Dynamik«. In der Nacht zuvor sei ein Minderjähriger aus den Sicherheitsnetzen gezogen worden, der versucht habe, das Schiff über die Reling zu verlassen. Er hoffe, dass ein maltesisches Gericht in Kürze der Beschwerde Sea-Eyes folge und die zweifellose Zuständigkeit Maltas für die Rettung bestätige, sagte Isler.

Die »Alan Kurdi« hatte vorigen Samstag 13 Menschen aus einem überladenen Holzboot geborgen, unter ihnen acht Minderjährige. Zwei Jungen, die unter schweren Angstattacken litten, durften inzwischen das Schiff verlassen und wurden von Malta an Land genommen. »Die ›Alan Kurdi‹ ist nicht der richtige Ort, um minderjährige Schutzsuchende länger als nötig zu beherbergen«, sagte Isler. Am Abend teilte die Sea-Eye mit, dass die maltesische Armee weitere drei Personen von Bord geholt habe. Damit blieben jetzt noch acht Schutzsuchende auf der »Alan Kurdi«. Das Auswärtige Amt habe die Europäische Kommission eingeschaltet und um Vermittlung gebeten. (dpa/jW)

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Erschienen am 07.09.2019, Ausland

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