3 Monate jW für 62 Euro. Bestellen!
Gegründet 1947 Freitag, 14. August 2020, Nr. 189
Die junge Welt wird von 2346 GenossInnen herausgegeben
3 Monate jW für 62 Euro. Bestellen! 3 Monate jW für 62 Euro. Bestellen!
3 Monate jW für 62 Euro. Bestellen!
Online Extra
28.05.2019, 22:43:56 / Aktion

Grußbotschaft des venezolanischen Außenministers

Abschluss der Soli-Veranstaltung mit dem Lied
Abschluss der Soli-Veranstaltung mit dem Lied "El Pueblo Unido"

Bei der Solidaritätsveranstaltung »Hände weg von Venezuela« trat auch der venezolanische Vizeaußenminister für Europa, Yván Gil, ans Mikrofon. Er bedauerte, dass Außenminister Jorge Arreaza nicht persönlich anwesend sein könne, aber er erfülle eine außerordentlich wichtige Aufgabe in Norwegen für den Frieden. Gil sagte, dass die Gründe, die zur jetzigen Situation geführt haben, über den Abend ausführlich dargestellt worden seien. In Venezuela gehe es aber derzeit nicht um das Schicksal einer Regierung, um Maduro oder die PSUV.

Nur die Blockade gegen Kuba könne mit dem verglichen werden, was mit Venezuela passiere. Venezuela sei die Möglichkeit genommen worden, wie andere Staaten über seine Schulden zu verhandeln. Das Land werde dafür kämpfen, das Erdöl weiter exportieren zu können, denn 90 Prozent der Einnahmen basieren auf diesem Rohstoff. Die Einnahmen der venezolanischen Erdölfirma Citgo wurden auf US-amerikanischem Boden beschlagnahmt, dadurch habe das Land mehr als 30 Milliarden US-Dollar. Wenn er von den Geschäften internationaler Banken gegen Venezuela spreche, sei es wichtig zu wissen, dass diese Banken in Europa sitzen.

Die ganze Welt müsse sich diesem Kampf in Venezuela anschließen: »Das ist ein Klassenkampf, der alle betrifft. Der Kampf von David gegen Goliath.« Das venezolanische Volk habe eine sehr hohe Moral und er sei sicher, dass diese Situation überwunden werden könne, so wie es die Venezolaner in den vergangenen 20 Jahren geschafft haben. Die Opposition habe niemals irgendeinen Sieg der bolivarischen Revolution anerkannt. In den vergangenen 20 Jahren wurde erreicht, dass eine breite Masse der Bevölkerung überhaupt zur Wahl gehen konnte, davon gab es insgesamt 25 mit einer großen Beteiligung. Die Sozialisten haben 23 davon gewonnen, von der Opposition wurde keine einzige anerkannt. Das sei eine korrupte und antidemokratische Haltung der Opposition.

Jorge Arreaza meldete sich per Audiobotschaft aus Oslo und wendete sich mit eindringlichen Worten an die Gäste in Berlin: »Wir sind stolz, dass ihr uns in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt unterstützt. Es gibt leider zahlreiche Regierungen von Geschäftsleuten die Trumps Kriegsmaschinerie unterstützen. Wir hoffen, dass diese Länder das Völkerrecht endlich wieder anerkennen. Wir suchen den Frieden durch den Dialog. Dank an jene, die uns unterstützen und jede Woche samstags am Brandenburger Tor für unsere Sache demonstrieren. Es lebe der Frieden, es lebe der Sozialismus, es lebe die Souveränität der Völker.« (jW)

Die junge Welt im Aktionsabo kennenlernen: Drei Monate lang für 62 Euro!

An guten Gründen für Protest mangelt es sicher nicht – ganz im Gegenteil. Diese Zeit hat Opposition bitter nötig! Doch ganz gleich wie der Protest aussieht, gilt: Nur was man versteht, kann man verändern.

Genau hier setzt die junge Welt an. Jeden Tag liefern wir gut sortiert Informationen und Inspirationen, machen Hintergründe und Zusammenhänge verständlich. Knapp und bündig bietet die junge Welt konsequent linken Journalismus, an jedem Wochentag auf 16 und am Wochenende auf 24 Seiten.

Die beste inhaltliche Basis für Protest! Deshalb bieten wir unser Sommerabo an: Drei Monate die junge Welt mit ihrem unverwechselbarem Profil kennenlernen. Danach ist Schluss, es endet automatisch.