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Ukrainische Beschwerde gegen »Nord Stream 2«

Foto: Stefan Sauer/dpa

Brüssel. Der ukrainische Gaskonzern Naftogaz hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen das deutsch-russische Pipeline-Projekt »Nord Stream 2« eingelegt. Es gebe keine wirtschaftliche Begründung für den Bau der Pipeline, weshalb »ihr Zweck nur wettbewerbswidrig sein« könne, erklärte Naftogaz am Dienstag in Brüssel. »Nord Stream 2« soll Gas von Russland nach Deutschland transportieren. Nach Angaben des russischen Gazprom-Konzerns, der das Projekt kontrolliert, sind die Baumaßnahmen fast zur Hälfte abgeschlossen: Über 1.100 Kilometer Rohrleitung der Pipeline, die über 1.230 Kilometer durch die Ostsee verlaufen soll, seien verlegt. Naftogaz beklagte, Gazprom sei »ein geopolitisches und geowirtschaftliches Instrument der Russischen Föderation«, um Europa energiepolitisch abhängig zu machen und der Ukraine zu schaden. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Klaus Ernst, hatte im Februar darauf hingewiesen, dass das Erdgas durch die Pipeline deutlich billiger nach Deutschland und Europa gelangen würde als das besonders umweltschädlich geförderte Fracking-Gas aus den USA per Schiffstransport (siehe jW vom 22. 02. 2019). (AFP/jW)

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Erschienen am 08.05.2019, Ausland

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