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Weiteres Urteil nach G-20-Unruhen

Hamburg. Wegen eines Flaschenwurfs auf Polizisten am Rande des G-20-Gipfels hat das Amtsgericht Hamburg einen 31jährigen Ungarn zu 16 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Die Flasche hatte die Beamten am 8. Juli nicht getroffen. Ein Gerichtssprecher erklärte das Urteil am Montag abend mit den Vorstrafen des Angeklagten. Er habe in Ungarn u. a. wegen Totschlags schon fünf Jahre in Haft gesessen.

Das Gericht erkannte eine verminderte Schuldfähigkeit an, weil der Angeklagte zur Tatzeit unter massivem Alkoholeinfluss gestanden hatte. Es sprach den Mann dennoch wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte schuldig. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.09.2017, Seite 4, Inland

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